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29th January 2007

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[spoiler] 01 - Mittelalter (750-1450)

Frühes Mittelalter (750–1170)

Grundzüge

Es gibt kaum deutschsprachige Literatur, der Großteil der Literatur ist in lateinischer Sprache verfasst. Davon ist wenig erhalten geblieben, vieles an volkssprachlicher Literatur wurde nur mündlich weitergegeben (oral poetry). Es gibt im frühen Mittelalter keine einheitliche deutsch¬e Literatur¬sprache, sondern regionale Dialekte (bairisch, fränkisch …). Eine Aufzeichnung volkssprachlicher Texte beginnt ca. ab Mitte des 8. Jahrhunderts, eine kontinuierliche Literaturproduktion gibt es aber erst ab ca. Mitte des 11. Jahrhunderts.

Literaturbetrieb: Publikum, Themen, Autoren, Auftraggeber

Der Literaturbetrieb im Frühmittelalter ist wenig erforscht, da es kaum Quellen gibt. Zentren der Literatur sind die Klöster, sie verwalten den Handschriftenbestand. Mönche schreiben Texte ab, übersetzen und bearbeiten diese. Die Hand¬schriften sind sehr teuer in der Produktion, deshalb gibt es auch nur sehr wenige. Nur die Geistlichen können lesen und schreiben, Laien in Ausnahmefällen. Geistliche sind auch die Autoren frühmittelalterlicher Texte (theologische, historische und wissen¬schaftliche Werke), zumeist in Latein. Es gibt kaum volkssprachliche literarische Texte, sie wurden als nicht aufzeich¬nungs¬¬würdig (hohe Kosten) angesehen.

Zur Literatur

Es wird fast ausschließlich Prosa verfasst. Die Entwicklung geht im Verlauf des Frühmittelalters vom Lateinischen zum Volkssprachlichen und von geistlichen Schriften zu dichterischen Werken im engeren Sinne. Wichtige Literaturgattungen sind Glossen, Glossare und Übersetzungen von Gebeten, Predigten, Glaubensbekenntnissen u. Ä. in althochdeutsche Dialekte.

Hochmittelalter (1170 bis Ende des 13. Jahrhunderts)

Grundzüge

Die französische Literatur ist das Vorbild für die höfische Dichtung (romans antiques und romans courtois für die hochhöfischen deutschen Epen; die südfranzösische Lyrik hat Vorbildfunktion für die Minnelyrik). Auch die französische Gesellschaftskultur (Umgangs¬formen, Kleidung …) dient den deutschen Fürstenhöfen als Ideal. Literarische Zentren sind die adeligen Höfe, erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts verlagert sich die literarische Produktion immer mehr in die Städte. Die Wirklichkeit des Hochmittelalters ist – im Gegensatz zu der in der höfischen Dichtung be-schworenen heilen Welt der Höfe – grausam und geprägt von Kriegen, Gewalt, Unterdrückung und Hungersnöten. Der Begriff „Ritter“ ist der Zentralbegriff der höfischen Literatur. Er hat, wenn er den höfischen Idealen entsprechen will, Pflichten zu erfüllen: „staete“ (Beständigkeit, Frauendienst), „mâze“ (Mäßigung), „ere“ (ehrenhafte Haltung und Gesinnung, Ansehen, Ruhm), Schutz der Armen und Schwachen, „triuwe“ (Vertrags- und Lehenstreue, Liebe zu Gott). Der Begriff „höfisch“ ist im 12. Jahrhundert entstanden, er bezeichnet die adelige Gesellschafts¬kultur und steht im übertragenen Sinne für Glanz, Schönheit, edle Gesinnung, ritterliche Tugend, Frömmigkeit … Das sind die zentralen Werte der Hofgesellschaft. Der adelige Hof ist natürlich der Ort dieser Dichtung.

Die mittelalterliche Feudalgesellschaft

Sie ist streng hierarchisch gegliedert, es gibt keine rechtliche Gleichstellung. An der Spitze der feudalen Pyramide steht der König als oberster Lehens- und Gerichtsherr, von ihm abhängig ist der weltliche (hohe und niedere) Adel und der geistliche Adel. Der Lehensnehmer ist zu Treue und Gefolgschaft verpflichtet, der Lehensherr muss ihn im Gegenzug beschützen. Der Lehensnehmer, der die Grundherrschaft (Rechts¬sprechung) ausübt, kann selbst wieder Lehen vergeben. Die Bauern als große Masse der Bevölkerung sind grund¬hörig und persönlich unfrei. Die müssen Dienste und Abgaben leisten. Die Ritter – Angehörige des niederen Adels – bilden das Rückgrat des Heeres. Sie finanzieren ihren Unterhalt und ihre teure Kriegsausrüstung aus Lehen.

Literaturbetrieb

Literaturzentren sind die großen Fürstenhöfe. Adelige sind die Gönner und Förderer der Literatur; die Dichter sind von ihnen anhängig. Die Adeligen als Mäzene bezahlen Schreiber, Übersetzer, das teure Pergament und den Lebensunterhalt der Schriftsteller. Publikum: Hofgesellschaft (Laienadel), vor allem adelige Frauen: Sie werden oft auch als Adressaten der Werke genannt und können meist lesen und/oder schreiben. Die Texte höfischer Literatur wurden zumeist im Kreis der Hofgesellschaft vorgetragen oder vorge¬sungen; die Minnelieder wurden vorgesungen. Wenig bekannt ist über den Stand bzw. die Biografien der Autoren, da im Mittelalter das Werk zählte und nicht der Dichter.

Frühhöfischer Minnesang (~1150 bis ~1170)

Die wichtigsten Vertreter (Der von Kürenberg, die Burggrafen von Regensburg und Rietenburg, Meinloh von Sevelingen, Dietmar von Aist) leben im Raum zwischen Regensburg und Wien. Über ihre Biografie ist wenig bekannt. Merkmale: Die Lieder bestehen meist nur aus einer Strophe; in der Frühzeit des Minnesangs spricht oft die Frau (Frauenstrophe oder Frauenlieder). Einfache Sprache, leicht verständliche Symbole, oft so genannter Natureingang. Motive: Ichlyrik: Die geliebte Frau ist das Ziel der Dichtung. Es werden aber keine individuellen Gefühle beschrieben, das Ich existiert nur als Rolle, als Leitbild der höfischen Gesellschaft. Dichtung als Spannungsfeld zwischen vröude und leit. Weitere Motive: Untreue des Mannes, Sehnsucht nach Minneglück und Aufpasser, die das verhindern.

Höfischer Minnesang (~1170 bis ~1250)

Auch als „Hoher Minnesang“ bezeichnet ist er stark von provenzalischen Troubadours und nord-französischen Trouvères beeinflusst. Wichtige Vertreter: Heinrich von Rugge, Heinrich von Veldeke, Friedrich von Hausen, Hartmann von Aue, Heinrich von Morungen, Reinmar von Hagenau, Walther von der Vogelweide. Minnelyrik ist Formkunst: ca. 80% der Lieder sind in der Form der Kanzonenstrophe oder Stollen-strophe verfasst. Idealvorstellungen der Liebe: Die Liebe ist keine Privatsache zwischen zwei Menschen, sondern öffentlich, eine Form des vorbildlichen Verhaltens. Sie unterliegt bestimmten Normen (mâze, triuwe, zuht, êre …) und Regeln der höfischen Gesellschaft. Meist bleibt die Liebe unerfüllt, denn Hoher Minnesang ist ein Preislied auf eine anwesende Dame (güete, tugend, êre, schoene), im Vordergrund steht der fiktionale Frauendienst. Der Ritter ordnet sich der (anonym bleibenden) Dame unter. Die Frau wird idealisiert, sie ist keusch und asexuell. Die handelnden Personen sind Idealtypen. Der Sänger (Ich-Sprecher) spielt eine Rolle, die aus Hoffnung auf Lohn (lôn), aus sinnraubender Liebe und dem Schmerz des vergeblichen Werbens besteht. Er reflektiert über die Liebe und die geliebte Frau, seine Wünsche sind aber unerfüllbar. Trotzdem harrt er aus, denn sein Weiterwerben bringt höfisches Ansehen. Er ist der Repräsentant der höfischen Gesellschaft, vermittelt ihre Normen.

Höfisches Epos

Wichtige Vertreter: Heinrich von Veldeke (Eneide), Hartmann von Aue (Gregorius, Der arme Heinrich, Erec, Iwein), Wolfram von Eschenbach (Parzival, Willehalm), Gottfried von Straßburg (Tristan und Isolde). Französische Vorbilder (besonders Chrétiens von Troyes); Ziel der Literatur ist es, das Bild des idealen Ritters zu entwerfen. Artusepik: König Artus ist das Ideal des Ritters, er steht im Zentrum und an seinem runden Tisch sind die (gleichrangigen) Ritter versammelt. Von der Tafelrunde gehen die Abenteuer aus und führen wieder dorthin zurück. Doppelwegstruktur: Der Held ist am Hofe glücklich, wird aber schuldig und muss auf Âventiurenfahrt. Wenn er sich in Kämpfen gegen andere Ritter und Fabelwesen sowie weiteren Abenteuern bewährt, wird er wieder in die Gesellschaft eingegliedert. Themen der Artusdichtung sind richtiges und falsches Rittertum, soziales bzw. unsoziales Verhalten, falsche und ideale Minne und Ehe, die Suche nach Gott (Grals¬thematik).

Das Nibelungenlied

Das Nibelungenlied ist wahrscheinlich an der mittleren Donau, vielleicht in Passau, entstanden (vgl. Sie dazu die geografischen Angaben im Nibelungenlied). Es wird gesungen, besteht aus 39 Âventiuren und ist in zwei Abschnitte geteilt (Siegfried- und Nibelungenhandlung). Die Nibelungenstrophe besteht aus vier Langzeilen, Anvers und Abvers sind durch eine Zäsur von¬einander getrennt. Das Epos zeichnet ein negatives Gesellschaftsbild, denn Mord, Hass, Betrug, Rache und Hinterlist dominieren. Das steht im krassen Gegensatz zum idealisierten Bild, das die höfische Epik zeichnet.

Spätmittelalter (1250–1470)

Grundlagen

Das Lehenswesen und der Ritterstand verlieren auf Grund des Niedergangs des Kaisertums bzw. der militärischen Entwicklung ihre Bedeutung. Agrarkrisen im 14. Jahrhundert ruinieren den niederen Adel und schwächen damit das feudale System noch mehr. Insgesamt ist das 14. Jahrhundert durch instabile soziale und politische Verhältnisse gekennzeichnet. Seit Beginn des 13. Jahrhunderts entwickelt sich ein nichtadeliges Stadtbürgertum.

Das literarische Umfeld

Literatur wird im Spätmittelalter in Städten, an Fürstenhöfen und Universitäten produziert; die Lesefähigkeit nimmt zu. Die Erfindung des Buchdrucks ermöglicht eine – im Vergleich zu vorher – rasante Steigerung der Auflage von Texten, lateinische überwiegen allerdings.

Die Literatur

Umfangreich ist die geistliche Literatur der Zeit wie z. B. Passionsspiel, Osterspiel und Weihnachtsspiel. Aufgeführt werden diese Spiele an den hohen kirchlichen Feiertagen am Marktplatz, wo eine Simultanbühne aufgebaut ist. Neben der dominanten moralisch-lehrhaften Dichtung gibt es die Maerendichtung, deren Themen von der moralisierenden Beispielerzählung bis zur Zote reichen. Meistersinggesellschaften pflegen den Meistersang, im weiteren Sinne eine Weiterentwicklung des Minnesangs. Thematisch im Mittelpunkt stehen die Vermittlung von Bildungsgut und die ethisch-moralischen Grundlagen bzw. die Regeln des Meistersangs. Der bekannteste Meistersinger ist der Nürnberger Hans Sachs. Aus der breiten Palette der spätmittelalterlichen Literatur ist die sehr weit verbreitete Fachliteratur hervorzuheben – Ausdruck dafür, wie wichtig dem spätmittelalterlichen Menschen der Erwerb von Wissen jeglicher Art ist. 02 - Literatur des Barock

Grundzüge der Epoche

Das Lebensgefühl im Barock ist von Gegensätzen geprägt; Weltabkehr (Memento-mori-Gedanke) und Lebensgenuss (Carpe-diem-Gedanke) bestimmen das Weltbild der Menschen. Diese scheinbar widersprüchlichen Existenzerfahrungen sind einerseits bedingt durch die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, durch Pest, Seuchen, Mißernten, Hungersnöte und die dadurch entstehenden Ängste und andererseits durch den auch gerade dadurch ausgelösten Wunsch nach Lebensglück, Schönheit, Freude und gelebter Sinnlichkeit. Ein Teil der barocken Literatur (z. B. von Gryphius oder Grimmelshausen) sieht die Hinwendung zu Gott und die göttliche Ordnung als Synthese dieser gegensätzlichen Lebensgefühle; der Mensch sucht Trost und Erfüllung in einer geistig-religiösen Welt. Die Auseinandersetzungen zwischen der protestantischen Reformation und der katholischen Restauration haben das Vertrauen in die kirchlichen Institutionen angegriffen, auch deshalb lebt eine persönliche und undogmatische Gottesschau wieder auf, die Mystik. Barocke Kunst (Literatur, Baukunst, Theater- und Hofleben) wird zum Ausdruck der Macht weltlicher und geistlicher Fürsten. Nikolaus Kopernikus und Galileo Galilei entwickeln das heliozentrische System gegen den Widerstand der Kirche.

Autoren und Dichtkunst

Die Autoren sind keine freien Schriftsteller, sondern abhängige Lohnempfänger (Professoren, Ärzte, Beamte, Theologen ...), denn von der Literatur kann ein Dichter nicht leben. Barockdichtung ist bis auf wenige Ausnahmen keine subjektive Erlebnisdichtung, sondern gesellige, öffentliche, verallgemeinernde und auch erlernbare Dichtkunst (rhetorische Figuren). Wir unterscheiden Gelegenheitsdichtung (z. B. Fürstenhuldigung oder Auftragsarbeiten für bürgerliche Feste), Dichtung mit lehrhaftem Charakter und lebensbejahende Unterhaltungsliteratur.

Sprach- und Literaturreform

Die Sprachgesellschaften (z. B. „Die Fruchtbringende Gesellschaft“) wenden sich gegen die Überfrachtung der deutschen Sprache mit Fremdwörtern, besonders aus dem Französischen und Italienischen, und setzen sich für die Bereicherung des deutschen Sprachgutes und für die Aufrechterhaltung traditioneller Tugenden ein. In seiner Poetik Buch von der deutschen Poeterey stellt Martin Opitz (Mitglied der „Fruchtbringenden Gesellschaft“) wichtige Regeln für die Dichtkunst auf (Ständeklausel, Fallhöhe, Versmaß, Form des Sonetts).

Lyrik

Bedeutende Lyriker: Andreas Gryhius, Martin Opitz, Paul Fleming, Christian Hofmann von Hofmannswaldau, Simon Dach, Angelus Silesius. Weltliche Gedichte sollen weniger etwas Persönliches ausdrücken, sondern eine allgemeingültige Behauptung, ein Lob oder eine Lehre, sie sind öffentlich und gesellig. Die geistliche Lyrik führt das Kirchenlied des 16. Jahrhunderts weiter. Beliebt sind auch Epigramme, Sinngedichte mit geistlichem, gesellschaftsbezogenem oder kritisch-satirischem Inhalt.

Epik

Der deutsche Barockroman gliedert sich in drei Hauptgruppen: Der höfisch-historische Roman spielt in hohen adeligen Kreisen, fernen Ländern und vergangenen Zeiten. Er beschreibt die abwechslungsreiche Lebens- und Liebesgeschichte eines jungen Paares mit glücklichem Ausgang. (Daniel Caspar von Lohenstein Arminius, Philipp von Zesen Assenat, Anton Ulrich Aramena) Der „unhöfische“ Schäferroman beschreibt Liebesabenteuer in idyllischen Landschaften, die durch Vernunft beendet werden, und bietet dem bürgerlichen und kleinadeligem Leser eine Flucht aus der sozialen Realität. Der Schelmenroman (Vorbild ist der spanische Pikaroroman) erzählt von den Abenteuern eines aus der niedrigsten Gesellschaftsschicht stammenden Helden, der das Leben demaskiert und Unterschiede zwischen Sein und Schein aufdeckt. Weiter entwickelt wird diese Form des Romans bei Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch) und dem Spanier Miguel de Cervantes (Don Quijote). Grimmelshausens Simplicissimus ist der erfolgreichste deutsche Barockroman und vermittelt ein realistisches Zeugnis des 30jährigen Krieges, der Text ist zugleich Schelmenroman, zeitkritische Satire und moralisch-religiöse Erbauungsschrift.

Abraham a Sancta Clara (Ulrich Megele) wirkt am Wiener Hof. Viele seiner Predigten, die sich in volkstümlicher Sprache gegen die allgemeine Sittenverwilderung seiner Zeit wenden, sind schriftlich überliefert, z. B. Mercks Wienn oder Auff, auff, ihr Großchristen.

Dramatik

Zur dramatischen Dichtung des 17. Jahrhunderts zählt man das protestantische Drama (Andreas Gryphius, Daniel Caspar von Lohenstein), das katholische Schul- und Ordensdrama (Jesuitendrama im Dienst der Gegenreformation, Jakob Bidermann, Simon Rettenbacher) und das deutschsprachige Kunstdrama (Andreas Gryphius, Christian Weise). Die deutsche Dramatik erreicht nicht die Höhe der zeitgenössischen englischen, französischen und spanischen Dichtung: In England wirkt William Shakespeare (Hamlet, Königsdramen ...), in Frankreich schreiben die Klassiker Pierre Corneille (Le Cid), Jean Racine (Iphigenie) und Jean-Baptiste Molière (Tartuffe, Der Menschenfeind) und in Spanien Lope de Vega und Pedro Calderon de la Barca. Englische Wandertruppen, die durch Personalaustausch zu deutschsprachigen Schauspieltruppen werden, verbreiten Themen und Stücke von William Shakespeare und Christopher Marlowe (Faust-Stoff).

03 - Das Jahrhundert der Aufklärung (18. Jahrhundert)

Geistesgeschichtliche Grundlagen, Ziele

Die Aufklärung ist eine gesamteuropäische Bewegung. Ihr zentrales Motiv ist die Vernunft, die durch logische Schlüsse (rational) und die Erfahrung der Sinne (empirisch) alle Probleme des Lebens lösen könne. Vorbilder dieser Denkmethode sind Francis Bacon, Thomas Hobbes, John Locke, Davis Hume (Empirismus); René Descartes, Voltaire (Rationalismus). Der Empirismus sieht in der Beobachtung von Vorgängen und der Sinneswahrnehmung die Quelle der Erkenntnis. Der Rationalismus hält die menschliche Vernunft für maßgeblich für die Erkenntnis. Die Aufklärung ist eine politische Bewegung, die den absolutistischen Staat abschaffen will. Die politisch rechtlosen Bürger – die Träger der aufklärerischen Gedanken – fordern die Gleichheit der Menschen und Menschenrechte für alle. Weil diese Bürger (meist Beamte, Gelehrte, Professoren, Studenten, niederer Adel …) oft vom absolutistischen Staat beruflich abhängig sind, wollen sie eine Reform und keine Revolution.

Strömungen

 Pietismus: entstand Ende des 17. Jahrhunderts. Von der Aufklärung beeinflusst, glauben seine Vertreter daran, dass das Individuum die Vermittlung der Kirche beim persönlichen Erleben der göttlichen Gnade nicht benötige. Der Pietismus betont das Subjekt und das persönliche Gefühl, die Selbstbeobachtung und -analyse.  Empfindsamkeit: entsteht in den 40er Jahren des 18. Jahrhunderts. Der Begriff „Empfindung“ bedeutet, dass die sinnliche Wahrnehmung als Grundlage für das vernünftige Erkennen dient. Die Empfindsamkeit reagiert auf die Überbetonung der ratio durch die Frühaufklärung. Als literarische Bewegung meint sie, dass sich das individuelle Subjekt, von Verstand und Gefühl bestimmt, durch eine „éducation sentimentale“ des Herzens bilden soll. Einen Höhepunkt der Empfindsamkeit stellt Goethes Briefroman Die Leiden des jungen Werthers (1774) dar. Sowohl Pietismus als auch Empfindsamkeit bevorzugen Gattungen wie Brief, Tagebuch und Autobiografie, da beiden Bewegungen eine starke Tendenz zur Selbstreflexion und Sensibilität eigen ist.

Politik und Gesellschaft

Deutschland ist im 18. Jahrhundert in ca. 300 verschieden große absolutistische Territorialstaaten zerfallen, es gibt also keinen einheitlichen Staat. In diesen Staaten hat der Adel die Führungspositionen inne, die Bürger sind politisch völlig rechtlos, obwohl sie im Wesentlichen die Träger von Wirtschaft und Bildung sind. Die Stadtbürger tragen zwar die Ideen der Aufklärung, sind aber nur ein Teil der gesamten Stadtbevölkerung, die selbst wiederum nur einen geringen Teil der Gesamtbevölkerung ausmacht: 80% der Territorialstaaten sind Agrarland. Die „Unterschichten“ haben an der städtischen aufklärerischen Bewegung keinen Anteil.

Die Literatur als Instrument der Aufklärung

Der bürgerliche Leser soll durch die Literatur aufgeklärt und – besonders in der Frühaufklärung – auch erzogen werden („prodesse et delectare“: Nutzen und Vergnügen). Der eigentliche Zweck der Kunst ist belehrendes Vergnügen und eine Verbesserung der Moral. Besonders eignet sich dafür die Fabel (Christian Fürchtegott Gellert Fabeln und Erzählungen, Gotthold Ephraim Lessing Fabeln). Johann Christoph Gottsched geht bei seiner literarischen Produktion von einem „lehrreichen moralischen Satz“ aus und erfindet „eine ganz allgemeine Begebenheit, worin eine Handlung vorkömmt, daran dieser erwählte Lehrsatz sehr augenscheinlich in die Sinne fällt.“ Die „Moralischen Wochenschriften“ (Der Biedermann, Die vernünftigen Tadlerinnen) wollen ebenfalls die Ideen der Aufklärung verbreiten und informieren. Sie verwenden einfache literarische Formen (Dialog, Brief, Kurzerzählung), haben meist einen Umfang von 8 Seiten und eine Auflage von 400 bis 4 000 Stück.

Der literarische Markt

Das Lesebedürfnis wächst in den Jahren 1730–40 zwar stark, es können aber nach Berechnungen 1770 erst ca. 15 % und 1800 ca. 25 % der Bevölkerung lesen. Zur Buchproduktion im 18. Jahrhundert vergleichen Sie die Statistik in Stichwort Literatur, S. 74. Der Lesertyp verändert sich vom intensiven Leser zum extensiven Leser, auch Frauen werden als Lesepublikum interessant. Um Geld zu sparen entstehen Lesegesellschaften und Leihbibliotheken. Am Buchmarkt vollzieht sich eine Trennung von Verlagswesen und Buchhandel. Der freie Schrift-steller muss von seiner schriftstellerischen Arbeit leben, was ihn zwar einerseits freier in seiner Arbeit macht, ihm aber nur ein unsicheres Einkommen beschert. Viele Schriftsteller müssen auch aus diesem Grund andere Berufe ausüben.

Das Theater der Aufklärung

Die Schauspieler des 17. und 18. Jahrhunderts sind sozial deklassiert und ziehen von Ort zu Ort (Wanderbühne). Sie agieren aus dem Stegreif und bieten dem Publikum viel Aktion. Die Sprache ist oft derb und obszön, jeden Abend wird ein anderes Stück gespielt, bis das Repertoire erschöpft ist. Das Publikum nimmt lautstark an den Aufführungen teil, es wird während der Vorstellungen gegessen und getrunken. An vielen Höfen existieren Hoftheater, an denen vor allem französische Stücke und italienische Prunkopern gespielt werden. Aufklärerische Stücke werden kaum gespielt. Bürgerliche Stadttheater gibt es erst ab dem 19. Jahrhundert.

Gottsched und das Theater

Gottsched will das Theater für die erzieherischen Zwecke der Aufklärung nutzen. Das Stück, das gespielt wird, soll logisch und vernünftig nachvollziehbar sein. Gottsched hält die drei Einheiten des aristoteleschen Theaters (Ort, Zeit, Handlung) streng ein. Seine Ständeklausel besagt, dass in Tragödien, Staatsromanen und Heldengedichten nur Adelige als Handelnde auftreten dürfen; in Komödien und Romanen sind Bürger und Bauern die Akteure. Gottscheds Literaturtheorie besagt weiters, dass es Aufgabe der Dichtung sei, die Natur nachzuahmen (mimesis). Es darf zwar etwas erfunden werden, aber das muss „möglich“ sein.

Gotthold Ephraim Lessing

Er ist ein Vertreter der Hochaufklärung und der schärfste Kritiker Gottscheds. Lessing will keine moralische Belehrung wie Gottsched. Literatur soll seiner Meinung nach Werte wie Mitleid und Menschlichkeit vermitteln und die Menschen sittlich läutern. Der neue Menschentyp soll emotional reagieren, weinen. Mitleid können aber nur handelnde Personen erregen, die einen „mittleren“ (gemischten) Charakter haben, also weder extrem gut noch extrem böse sind und am eigenen Unglück keine Schuld haben. Der Zuschauer muss sich mit dieser Person identifizieren können und das sei nur möglich, wenn er auf der Bühne ihm ähnliche Gestalten sehe.

Dichter der Spätaufklärung

Sie betonen die eigenständig denkende Individualität. Leidenschaften und Gefühle sind erlaubt, trotzdem sind Vernunft und Rationalität weiter wichtig. Bekannte Dichter sind Georg Forster, Georg Christoph Lichtenberg, Friedrich Maximilian Klinger und Johann Gottfried Seume. Sie haben keine gemeinsame Programmatik, gemeinsam ist ihnen aber ein universales Erkenntnisinteresse, das auch Wissenschaft, Technik, Ökonomie oder Geografie umfasst, wie z.B. an den Reisebeschreibungen der Spätaufklärung ersichtlich wird.

04 - Sturm und Drang (1770-1785)

Epochenbegriff – Wegbereiter – Geniebegriff

Es handelt sich dabei um eine kurze literarische Jugendbewegung in der Zeit vor der Französischen Revolution, die sowohl als Fortführung (Gesellschaftskritik, Verwirklichung aller menschlichen Kräfte, Zusammenführung von Verstand und Gefühl) als auch als Gegenströmung zur Aufklärung (gegen einseitig rationalistisch ausgerichtete Tendenzen) gesehen werden kann. Der Name der Epoche stammt von einem Schauspiel von Friedrich Maximilian Klinger, das ursprünglich Wirrwarr heißt. Wegbereiter der Epoche sind der Kulturphilosoph Johann Gottfried Herder (sammelte Volkslieder und gibt die Sammlung Stimmen der Völker in Liedern heraus) und der Franzose Jean Jacques Rousseau mit seiner Zivilisationskritik („Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers der Dinge hervorgeht, alles verdirbt unter den Händen der Menschen“). Das Leitbild des Sturm und Drang, das Genie, erlaubt keine Einschränkung durch ästhetische oder moralische Normen, verlangt stattdessen Emanzipation des Bürgertums, Freiheit, Natürlichkeit, Lebensechtheit, Originalität, Spontaneität, Individualität, Liebe und Fantasie (Edward Young, Anthony Shaftesbury). Das große Vorbild der Stürmer und Dränger ist William Shakespeare, nicht mehr die französischen Klassiker Pierre Corneille, Jean Racine oder Voltaire.

Schriftsteller und deren epochentypische Werke

Die Autoren, fast alle zwischen 20 und 30 Jahre alt, schließen sich, im Gegensatz zur Aufklärung, zu Gruppen zusammen: In Straßburg/Frankfurt sammeln sich um Johann Wolfgang Goethe die Schriftsteller Johann Gottfried Herder, Jakob Michael Reinhold Lenz und Heinrich Leopold Wagner; in Göttingen schreiben Johann Heinrich Voss, Gottfried August Bürger und die beiden Grafen Stolberg; im Schwäbischen entsteht ein Kreis um Friedrich Schiller und Christian Friedrich Daniel Schubart, im Umfeld dieser Gruppierungen arbeiten Friedrich Maximilian Klinger und Heinrich Wilhelm von Gerstenberg. Die meisten Schriftsteller entstammen kleinbürgerlichen und armen Familien. Das so am eigenen Leib erfahrene soziale Elend spiegelt sich in ihren Gedichten und Dramen wider.

 Johann Wolfgang Goethe: Mailied, Willkommen und Abschied (Erlebnislyrik), Prometheus, Mohamets Gesang, Ganymed, An Schwager Kronos (Hymnen), Die Leiden des jungen Werthers (Briefroman), Götz von Berlichingen, Urfaust, Egmont (Dramen in offener Form: keine Beachtung der drei Einheiten von Handlung, Ort und Zeit)  Friedrich Schiller: Die Räuber, Kabale und Liebe, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua, Don Carlos (Dramen)  Jakob Michael Reinhold Lenz: Der Hofmeister, Die Soldaten (Dramen in offener Form)  Heinrich Leopold Wagner: Die Kindermörderin (Drama)  Gottfried August Bürger: Der Bauer an seinen durchlauchtigen Tyrannen (politische Lyrik), Lenore (erste deutsche Kunstballade)  Christian Friedrich Daniel Schubart: Die Fürstengruft (politische Lyrik) 05 – Friedrich Schiller: Kabale und Liebe

Schauplatz ist Deutschland im 18. Jahnhundert. Ferdinand, Major und Sohn des Präsidenten, und Luise, die Tochter des Stadtmusikanten Miller, lieben sich. Luises Vater hält eine Ehe zwischen Adeligen und einem Bürgermädchen für ausgeschlossen. Miller berichtet dem Vater Ferdinands von dieser Liaison. Um sich dem Herzog zu verpflichten, will der Präsident Ferdinand mit der Mätresse des Herzogs, Lady Milford verheiraten und lässt das Gerücht verbreiten, die Hochzeit stünde kurz bevor. Ferdinand weigert sich. Als Ferdinand die „offizielle“ Geliebte des Herzogs kennen lernt, merkt er, dass sie eine unglückliche Frau ist, die sich mit dem Herzog arrangiert und viel für Ferdinand ist entschlossen, um ihn zu kämpfen. In einer kleinen Szene (der Kammerdiener ist erbittert über den Verkauf von Soldaten nach Amerika) erfährt man etwas über Lady Milfords Charakter. Der Präsident will Ferdinand zur Hochzeit zwingen, indem er Miller ins Gefängnis werfen und Luise und ihre Mutter an den Pranger stellen lässt. Als Ferdinand droht, publik zu machen, wie sein Vater zu seinem Amt gekommen ist, muss dieser zu einer andere Intrige greifen. Wurm, sein verbrecherischer Sekretär, erpresst von Luise einen Liebesbrief an den Hofmarschall. Luise schreibt ihn, weil sie glaubt, ihrem Vater, den der Präsident hat einkerkern lassen, dadurch helfen zu können. Der Brief wird Ferdinand in die Hände gespielt, der glaubt, durch die vermeintliche Untreue Luises das Recht zu haben, sie zu töten. Nachdem Lady Milford Luise kenne gelernt hat, beschließt sie, auf Ferdinand zu verzichten. Vater Miller hindert die verzweifelte Luise am Selbstmord. Ferdinand aber vergiftet sie und sich selbst. Im Sterben gesteht Luise die ganze Wahrheit. Ferdinand beschuldigt nun seinen Vater des Mordes. Der Präsident lässt Wurm, der mit Enthüllung droht, verhaften und überantwortet sich selbst dem Gericht. Gegen Despotismus Trennung zwischen Ständen Lady Milford – verkörpert die Kabale Höfische Welt wird negativ gezeichnet Bürgertum ist erpressbar und passiv Ferdinand in seinem Verhältnis zu Luise genauso autoritär wie sein Vater Der Präsident auch gehorcht dem System

06 – Johann Wolfgang von Goethe: Faust

Faust verzweifelt zu Beginn, da er erkennen muss, dass er zwar gebildet ist, aber nicht alles weiß („was die Erde im Innersten zusammen hält“).Er leidet darunter und beginnt sich auch mit der Magie zu beschäftigen, da er denkt, er könne auf diesem Wege alle Geheimnisse des Kosmos enträtseln. Er beschwört den Erdgeist, welcher ihm zu verstehen gibt das er, Faust, eigentlich nichts wisse. Diese Beschwörung wird durch Wagner, Fausts „Schüler“ unterbrochen, welcher ihn in ein Gespräch über Wissenschaft, das Lernen (usw.) verwickeln will. Dies führt dazu das sich Faust noch schlechter fühlt, da er merkt wie begrenzt der Mensch doch ist. Deswegen will er seinem Leiden ein schnelles Ende, mittels Selbstmord verschaffen. Allerdings lassen die läutenden Kirchenglocken Faust an seine Kindheit zurückdenken, was ihn letztlich auch vom Selbstmord abhält.

Beim Osterspaziergang mit Wagner, wird Faust von den Menschen, welche das Ende des Winters, mit Freude und Achtung begrüßt, da sich diese noch gut an die Hilfe von Faust bei der letzten Epidemie erinnern können. Darüber kann sich der Gefeierte nicht freuen, da er somit an die Unfähigkeit, gegen Krankheiten nichts ausrichten zu können, erinnert. Die Verzweiflung wird Sichtbar als er sagt, dass 2 Seelen in seiner Brust wohnen, wobei die eine am irdischen Leben hängt, und aber die andere versucht sich von dieser Endlichkeit zu lösen.

Ein seltsamer Pudel folgt den beiden anschließend nach Hause. Dieser meldet sich später, beim Versuch Fausts den Anfang des Johannes Evangeliums zu übersetzen, zu Wort und wird zu einer teuflischen Erscheinung. Faust beschwört ihn und die Erscheinung wird zu Mephisto, der die Gestalt eines Studenten angenommen hat.

Mephisto will die verzweifelte Lage, in welcher sich Faust befindet ausnutzen, indem und schlägt ihm vor, einen Pakt einzugehen. Mephisto diene Faust im Diesseits und andersrum Faust Mephisto im Jenseits. Faust ist bereit eine Wette mit Mephisto einzugehen, welche laute, dass Mephisto es nie schaffen würde Faust durch „Genüsse“ jeglicher Art zu betrügen. Außerdem weiß Faust, dass Mephisto ihn vielleicht von seinen Qualen ablenken könne, nicht aber davon heilen! Die Wette wird anschließend mit Blut besiegelt, und Faust bereitet sich auf seine Reise durch die Welt vor.

Die erste Station führt nach Leipzig, wo Mephisto Faust das lustige Treiben der Studenten zeigen will. Faust findet dies abstoßend und nachher müssen Faust und Mephisto auch noch vor den Studenten fliehen.

Mephisto schleppt Faust in eine Hexenküche, wo er einer Hexe aufträgt einen Verjüngungstrank zu bereiten. Als Faust die Gestalt Helenas in einem Zauberspiegel sieht und total begeistert von ihr ist, prophezeit Mephisto, dass der Gelehrte, nach dem Genuß des Hexentranks bald in jeder Frau Helena sehen würde.

In einer kleinen Stadt begegnet Faust Gretchen, die gerade von der Beichte kommt. Er spricht sie unsittlich an und wird zurückgewiesen. Allerdings ist Faust so von dem lieblichen Mädchen angetan, dass er beschließt in ihr Zimmer einzudringen. Dort erfährt er ein neues nie zuvor gekanntes Gefühl der Geborgenheit.

Um die beiden zu verkuppeln, besorgt Mephisto ein Schmuckkästchen und platziert es in Gretchens Schrank. Das Mädchen spürt schon beim Betreten des Raumes das etwas Fremdes da war. Sie findet das Kästchen mit Schmuck und sehnt sich danach den Fremden wieder zu sehen.

Nachdem Gretchen das Kästchen der Mutter gibt, diese es zum Pfarrer bring mit der Begründung das der Schmuck unrechtes Gut sei, muss Mephisto ein neues Schmuckkästchen herbei schaffen. Gretchen zeigt es der Nachbarin. Dort klopft Mephisto auch an um eine Verabredung zwischen Faust und Gretchen zu organisieren. Beim Treffen im Garten gesteht das junge Mädchen Faust ihre Liebe. Sie spürt auch das der Begleiter Fausts kein guter Mensch sei. Dort ist es auch wo sie Faust fragt: „Sag, wie hast du’s mit der Religion?“

In Faust erwacht nun genügend Skrupel, um den Versuch zu starten sich von Mephisto zu trennen. Dies gelingt nicht da r schon viel zu tief in dieser Affäre verstrickt ist. Um mit Gretchen schlafen zu können, flösst er der Mutter einen Schlaftrunk ein, welcher in Wirklichkeit Gift ist. Die Liebesnacht nimmt ihren Lauf. Bald kommt Gretchens Bruder ins Spiel, welcher von Gretchens Fehltritt gehört hat. Beim Versuch Faust und Mephisto zu stellen, bringen die beiden ihn um.

Gretchen merkt das sie Schwanger ist und erlebt im Dom eine schreckliche Vision des Jüngsten Gerichts. Sie erfährt wie mit Mädchen Ihresgleichen verfahren wird. In der Zwischenzeit versucht Mephisto den Gelehrten von alle dem abzulenken indem er ihn zur Walpurgisnacht bringt. Doch Mephisto will zurück in die Stadt zu Gretchen, welche dort schon ihr Neugeborenes ertränkt hat und deswegen zum Tode verurteilt wird. Mit Hilfe Mephistos dringt Faust in den Kerker ein um Gretchen zur Flucht zu bewegen, doch diese will nicht mit den Beiden fliehen. Als sie Mephisto sieht stellt sie sich der Gnade Gottes. Ihr graut es vor Faust. Als Mephisto Faust hinausführt, verkündet eine Stimme das Gretchen gerettet sei.

07 - Romantik (1795–1830)

Begriffsbestimmung

„Romantisch“ bedeutet „im Roman vorkommend, erfunden, wunderbar, fantastisch, irreal, unwahr, lebensfern“. Die Strömung „Romantik“ hat wechselnde Zentren. Philosophische Grundlagen liefert der Jenaer Kreis um die Brüder Schlegel. Weitere Zentren sind Berlin (Ludwig Tieck) und Heidelberg (Achim von Arnim, Clemens Brentano). Als eigentliche Romantiker gelten die Vertreter der Spätromantik: Adelbert von Chamisso, Joseph von Eichendorff und E.T.A.Hoffmann. Die Romantiker fühlen sich als zusammengehörige Gruppe. Die Romantik ist als Ergänzung zur Klassik zu verstehen, sie vereinigt rationale und irrationale Kräfte, es überwiegt aber das Gefühl als Beurteilungskriterium.

Merkmale der romantischen Dichtung

 Entdeckung des Unbewussten und Irrationalen  Wiederbelebung des deutschen Mittelalters  Bemühen um deutsches Volksgut (Märchen, Sagen)  Neigung zu offenen Formen, zum Fragment , zur Improvisation  Literarische Mischformen  Streben nach Universalpoesie  Interesse für fremde Länder und Sprachen  Romantische Ironie

Die Romantiker lehnen die Französische Revolution ab und wehren sich überhaupt gegen die Verwendung der Literatur als politisches Instrument. Den Dichtern wird im realen Leben die Freiheit versagt, sie finden sie in der Literatur. Leben und Kunst werden romantisiert. Aus dieser Grundeinstellung entwickelt sich auch ein Hauptthema der Romantiker: Der romantische Mensch gerät in Konflikt mit den Philistern, den Vertretern der bürgerlichen Welt.

Philosophie

Die Dichter wählen aus philosophischen Erkenntnissen, was in ihr literarisches Konzept passt. Größten Einfluss hat Johann Gottlieb Fichte mit seiner Wissenschaftslehre: Das Ich steht im Zentrum der Weltbetrachtung. Es fühlt sich als Schöpfer der Welt, der sie sich durch die Macht des Willens unterwirft. Auf die Dichtung übertragen verkörpert der Dichter das Ich, seine Welt, die Dichtung, ist ihm unterworfen, mit ihr kann er schalten und walten. Von dieser schöpferischen Allmacht des Dichters leitet auch die romantische Ironie ihre Berechtigung ab: Der Dichter kann jederzeit seine Illusion zerstören und mit dem Leser spielen.

Schriftsteller der Romantik

 Friedrich Schlegel liefert die theoretischen Grundlagen für die Strömung. Gemeinsam mit seinem Bruder gibt er die Zeitschrift Athenäum heraus, in der das poetische Programm der Romantik veröffentlicht wird.  Novalis entspricht nicht dem lebensfrohen, optimistischen Typ des Romantikers. Er interessiert sich für Philosophie und Naturwissenschaft. Auffallend an seinem Werk ist die geheimnisvolle, bilderreiche und mythische Sprache. Die Nacht ist für ihn das schöpferische Geheimnis des Leben und des Todes. Dieses Thema steht im Mittelpunkt seiner Hymnen an die Nacht.  Die Werke von E.T.A. Hoffmann sind europaweit bekannt. Hoffmann betätigte sich als Schriftsteller, Zeichner, Maler, Karikaturist, Musiker und Komponist. In seinen Fantasie- und Nachtstücken stehen Dämonisches, Wahnsinn und Verbrechen im Mittelpunkt. Er interessiert sich für die Nachtseiten des Menschen: Persönlichkeitsspaltung, Doppelgängertum, Identitätsverlust, Wahnsinn sind seine Themen. Als Grundprinzip seines Werkes kann der Konflikt zwischen Künstler und Bürger gesehen werden. Persönliche Wünsche stoßen mit den Ansprüchen der Gesellschaft zusammen. Das Problem wird märchenhaft gelöst (Der goldene Topf), endet in Mord (Das Fräulein von Scuderie) oder Selbstmord (Der Sandmann).  Joseph von Eichendorff lehnt in seinem Werk Aus dem Leben eines Taugenichts bürgerliche Werte ab. Für ihn zählen romantische Werte wie Natur, Musik, Ungebundenheit, Freundschaft und Reisen.

Schriftstellerinnen in der Romantik

Frauen bekommen Freiraum, um am literarischen Leben teilnehmen zu können, sie müssen allerdings wie Männer schreiben. Im Jenaer Kreis können sich Frauen emanzipieren. Sie führen literarische Salons. Vertreterinnen: Caroline Schlegel-Schelling, Dorothea Veith, Rahel Levin, Sophie Tieck, Sophie Mereau-Brentano. Trotz aller Emanzipation erscheinen die Werke der Romantikerinnen anonym oder unter dem Namen ihrer Männer (vgl. Sophie Mereau). Besonders tragisch ist das Schicksal der Karoline von Günderode. Nach unglücklichen Beziehungen zu verschiedenen Männern begeht die Lyrikerin Selbstmord.

08 – Das Thema des „gefallenen Mädchens“

Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Die Erzählung "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" handelt von einer jungen, attraktiven Frau mit dem schon im Titel erwähnten Namen. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen, doch sie ist sehr ehrgeizig und arbeitet neben ihrer Hauptanstellung bei Frau und Herrn Blorna als Haushalts-gehilfin noch bei verschiedenen Banketten, Festen und Partys mit, um sich ihre Wohnung und obendrein noch ihr Auto leisten zu können.

Auf einer Party lernt sie den Verbrecher und Dieb Ludwig Götten kennen und lieben. Er verbringt die Nacht mit ihr und weil das Haus von Polizisten umstellt ist, verhilft sie ihm zur Flucht. Kathari-na gibt ihm auch noch einen Schlüssel zu einem Haus mit, das ihrem Geliebten Alois Sträubleder gehört.

Am nächsten Morgen wird das Haus gestürmt, doch die Beamten finden den gesuchten Verbrecher nicht. Statt dessen wird Katharina Blum aufs Polizeirevier mitgenommen und dort verhört, damit steht sie im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Die Fragen, die ihr gestellt werden, dringen sehr tief in ihre Privatsphäre ein. Beispielsweise wird sie nach einigen "Herrenbesuchen" gefragt, weil man vermutet, dass Katharina schon seit längerem ein Verhältnis mit Götten hatte. Doch auf diese Fragen bekommen der Kommissar Beizmenne und der Staatsanwalt Hach keine Antwort, denn Katharina deckt mit ihrem Schweigen Alois Sträubleder, dessen Frau nicht weiß, dass er ein Ver-hältnis mit einer anderen Frau hat, würde dies publik werden, wäre dies das Ende seiner Karriere.

Nicht genug damit, dass Katharina Blum von der Polizei verdächtigt wird, versucht auch noch eine MassenZEITUNG die öffentliche Meinung gegen das, von ihnen so genannte, "Räuberliebchen" zu richten. Mit vernichtenden Artikeln, Beiträge und Kommentaren wird die unschuldige Katharina von der Bevölkerung als Helfershelferin von Ludwig Götten angesehen. So dauert es auch nicht lange, bis sie sich Telefonterror ausgesetzt sieht. Am Boden zerstört zieht sie sich immer mehr aus der öffentlichkeit zurück. Die einzigen Ansprechpartner die ihr noch bleiben sind die Familie Blorna, ihre Arbeitgeber, die ihren Urlaub sofort abbrechen um Katharina zu helfen und ihre Pa-tentante Else Woltersheim.

Der Journalist Tötges schreckt nicht davor zurück, Katharinas Mutter, die schwerkrank in einem Krankenhaus liegt, zu interviewen und ihr jedes Wort im Mund umzudrehen. Letzten Endes wird sogar vermutet, dass der Besuch des Berichterstatters zum Tode der kranken Frau geführt haben soll.

Katharina Blum hält nun dem psychischen Druck nicht mehr stand und beschließt ein Interview mit Tötges durchzuführen. Als dieser anzügliche Bemerkungen macht, zieht sie eine Pistole aus ihrer Tasche und erschießt ihn. Ludwig Götten wird ebenfalls gefunden und verhaftet. Katharina ist laut ihren Angaben froh, dort zu sein, wo auch ihr Ludwig ist.

Die Erzählung schildert die Zerstörung eines Individuums durch ein Massenblatt, im Buch nur ZEITUNG genannt. Jedoch steht am Anfang als Einleitung, dass "Personen und Handlungen dieser Erzählung sind frei erfunden. Sollten sich bei der Schilderung gewisser journalistischer Praktiken ähnlichkeiten mit den Praktiken der "Bild"-Zeitung ergeben haben, so sind diese ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sonder unvermeidlich." Böll klagt die Sensationsgeilheit der deutschen Presse an. Menschen werden vorverurteilt und diese vorgefasste Meinung bleibt einem ewig erhalten.

Die Menschen, die solche ZEITUNGEN käuflich erwerben, entstammen meist aus den unteren und mittleren Schichten der Gesellschaft. Deswegen wird er Wahrheitsgehalt des Gelesenen nicht über-prüft, sondern als richtig angesehen, womit die Gefahr von Vorurteilen entsteht. Meist sind die Re cherchen der Journalisten, die bei diesen Zeitungen arbeiten, unvollständig. Die überschriften las-sen auch viel Freiraum für die Phantasie und Spekulationen über die Person, über die geschrieben wird, werden Tür und Tor geöffnet.

Elfriede Jelinek – Die Klavierspielerin

Die Autorin: Elfriede Jelinek wurde am 20.10.1995 in Mürzzuschlag geboren und ist in Wien aufgewachsen. Sie studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Musik. Lyrik und Prosatexte erschienen in Anthologien und Kulturzeitschriften. Weitere Werke: "Die Ausgesperrten", "Michael", "wir sind lockvögel, baby!", "Die Liebhaberinnen", "Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr", "Lust", "Raststation" und "Die Kinder der Toten".

Das Buch:

Erika Kohut, Mitte dreißig und von Beruf Klavierlehrerin, lebt seit der Vertreibung des störenden Vaters eingeschlossen in der trauten, haßerfüllten Zweisamkeit einer SM-gefärbten Symbiose mit ihrer ältlichen Mutter. Deren ganze Aufmerksamkeit ist darauf gelenkt, ihren wertvollsten Besitz - Erika - an sich zu binden, damit sie ihr nicht davonläuft. Diesem Zweck dient vor allem ein ausgeklügeltes System von Strafen, wie zum Beispiel Prügel und Ausreißen von ganzen Haarbüscheln wegen abendlichen Zuspätkommens. Erika, die sich selbst mit Nadeln und Rasierklingen Wunden zufügt, sollte von der ehrgeizigen und herrschsüchtigen Mama zu einer brillianten Pianistin abgerichtet werden, wobei ihr alle Sinnenfreude (absichtlich) gründlich ausgetrieben wurden. Bedingt durch ihren Mangel an Talent wird aus Erika keine Künstlerin, sondern eine von ihrer Mutter völlig abhängige Lehrerin, die nun ihrerseits die Schüler zu gehorsamem Spiel dressiert. Anfangs wird das mütterliche System nur durch Erikas Eitelkeit und durch ihre heimlichen Ausflüge in Pornokinos und in den Prater, wo sie die Prostituierten heimlich beobachtet, gefährdet. Aber dann kommt in der Gestalt des wesentlich jüngeren Klavierschülers Walter Klemmer, der in Erika kurzfristig verliebt ist, eine viel gefährlichere Ordnungswidrigkeit ins Spiel. Erika straft ihn dafür zuerst mit Miß-, dann mit Verachtung, wodurch sie unberührbar bleiben will. Am Höhepunkt dieses Unterwerfungsakts schreibt sie Klemmer einen Brief, in dem sie ihn zu sadistischen Handlungen an ihr auffordert, um sich erneut zu verstecken, was er jedoch nicht erkennt. Er nimmt den Brief wörtlich, was sein sexuelles Interesse an Erika absterben läßt . Unter der Zurückweisung und wegen seines körperlichen Versagens leidend, vollführt er in seiner sadistischen Lust an Erika all das, was sie im Brief wollte. Gleich danach verschwindet er, endgültig von ihr befreit. Erika wendet das eigentlich Klemmer zugedachte Messer gegen sich selbst und fügt sich einen tiefen Schnitt an der Schulter zu. 09 – Kurzgeshchichte

Was ist charakteristisch für eine Kurzgeschichte?

Die Kurzgeschichte ist eine Kleinform der erzählenden Dichtung. Das wesentliche einer Kurzgeschichte ist nicht, daß sie sehr kurz ist, sondern es sind bestimmte Merkmale: unvermittelter/direkter Einstieg in das Geschehen nur eine einzige Handlung, wobei meistens eine Figur in einem entscheidenden Augenblick ihres Lebens beschrieben wird der Schluß bleibt meist offen sehr häufig metapherreiche Sprache; kurzer, knapper Satzbau sie spielt zu der Zeit, in der sie geschrieben wurde

Historisches zur Kurzgeschichte

Die Kurzgeschichte stammte ursprünglich aus Amerika und erschien in Europa bis ins 20. Jahrhundert unter den Namen „ Short-story“. Erst 1920 wurde der amerikanische Begriff eingedeutscht. Die ältesten Texte wurden von Washington Irving ( um ca. 1820: Irving´s Sketchbook ) und von Edgar Allan Poe ( „Tales of the Gotesque and Arabesque“ um 1840 ) geschrieben. 1910 wurden Kurzgeschichten in der 1. Kurzgeschichtensammlung zusammengefaßt: American Stories Schon 1930 war die Zahl der Kurzgeschichtenautoren nicht mehr erfaßbar. Der Einfluß aus dem Amerikanischen war offensichtlich. Um 1959 versuchen Wolfgang Borchert und Heinrich Böll Schockwirkung bei ihren Lesern hervorzurufen. Mit „Eine Rechnung, die nicht aufgeht“ steigert Wolfdietrich Schnurre sogar ins Absurde. Zirka zur gleichen Zeit tritt eine Gegenbewegung, die stark ins novellenhafte zurückführt, auf. Vertreten wird diese Richtung von Alfred Andersch ( „Geister und Leute“ ) und Siegfried Lenz ( „Das Feuerschiff“ ). 1962 sucht Hans Bender ( „Mit dem Postschiff“ ) Kurzgeschichten, wo Figuren selbst, nicht der Dichter, Geschichten machen. Die besten Beispiele sind dafür Kriegsgeschichten: Thema ist meist der Konflikt christliche Humanität und auswegloses Schicksalsgefühl. Als Ausweitung dazu ist die Auseinandersetzung Universum-Tod-Nichts.

Wichtige Autoren: Amerikanische Meister der Kurzgeschichten im 19. Jh. : Edgar Allan Poe: 1809-1849; Er schrieb Novellen, Erzählungen und Kurzgeschichten. Novelle: Der Untergang des Hauses Usher Erzählung: Der Goldkäfer; Die schwarze Katze Kurzgeschichte: Die Grube und das Pendel (1843) Washington Irving: 1783-1859; Erzählung: Rip van Winkle Pseudochronik: Eine Geschichte New Yorks,... Kurzgeschichten: Irving´s Sketchbook Ernest Hemingway: 1899-1961; Hemingway schrieb Romane, Kurzgeschichten, Biographien, Essay und Kurzromane. Kurzgeschichte: In unserer Zeit (Sammelband mit 15 Kurzgeschichten) Die Killer; Das kurze glückliche Leben des Francis Macomber; Schnee auf dem Kilimantscharo;

Berühmte europäische Autoren (20. Jh.): Wolfgang Bochert: 1921-1947; Seine Texte waren das erste Auftauchen der „Trümmerliteratur der Nachkriegsjahre. Er schrieb vor allem Kurzgeschichten und Prosa. Prosaskizzen: An einem Dienstag; Die Hundsblume (beide 1947) Heinrich Böll: 1917-1985; 1972: Nobelpreis; Er war ebenfalls ein Vertreter der Trümmerliteratur. Seine Werke waren Novellen, Kurzgeschichten und Erzählungen. Berühmteste Sammlung: Wanderer , kommst du nach Spa... Irisches Tagebuch Wolfdietrich Schnurre: 1920-1989; Er schrieb vor allem Kurzgeschichten, veröffentlichte aber auch von ihm selbst illustrierte Fabelbände. Kurzgeschichte: Eine Rechnung die nicht aufgeht

Heinrich Böll Heinrich Böll wurde am 21. Dezember 1917 in Köln geboren. Nach dem Abitur war er Lehrling im Buchhandel. Danach studierte er Germanistik. Er diente sechs Jahre als Soldat. Seit 1947 veröffentlichte er Erzählungen, Romane, Hör- und Fernsehspiele und Theaterstücke. Zeitweilig war er auch als übersetzer aus dem Englischen tätig. 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Gestorben ist Heinrich Böll am 16. Juli 1985 in Langenbroich/ Eifel. 10 – Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker

1.Biographie Friedrich Dürrenmatt wurde am 5. Jänner 1921 bei Bern als Sohn eines protestantischen Pfarrers geboren. Er studierte Philosophie und Theologie und widmete sich danach ganz der Schriftstellerei. 1947 heiratete er die Schauspielerin Lotti Geißler, mit der er später drei Kinder hatte. Dürrenmatt schrieb zahlreiche Theaterstücke (hauptsächlich Komödien) und Hörspiele. Am 14. 12. 1990 starb er in Neuchâtel in der Schweiz. Dürrenmatt zählt neben Frisch zu den bedeutendsten Dramatikern der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts. In seiner Schrift "Theaterprobleme" (1955) erklärt er, dass im unüberschaubaren Atomzeitalter nur die Komödie die einzig mögliche Form ist, das Tragische auszudrücken. Seine Werke sind daher durch Humor und Zynismus gekennzeichnet. Weiter bekannte Werke Dürrenmatts sind "Der Besuch der Alten Dame", "Der Richter und sein Henker" und "Der Verdacht".

2. Zusammenfassung Das Stück "Die Physiker" ist eine Komödie in zwei Akten, deren Handlung sich in einem Salon des Privatsanatoriums der Irrenärztin Frl. Doktor von Zahnd ereignet. In diesem Stück geht es um drei Patienten dieser Anstalt, die durch ihre Morde an ihren Krankenschwestern ungewollt auf sich aufmerksam machen. Das Stück beginnt kurz nach dem Mord des Patienten Ernst Heinrich Ernesti, der sich für Albert Einstein hält, an seiner Krankenschwester. Der zuständige Kriminalinspektor Voss untersucht den Fall. Besonders unangenehm ist die Situation, da auch ein anderer Patient namens Herbert Georg Beutler , der sich für Newton hält einige Monate zuvor seine Betreuerin erdrosselt hat. Da sie jedoch beide "Kranke " sind, kann man ihnen nichts anhaben. Im Gespräch mit Frl. Doktor von Zahnd fordert Voss bessere Sicherheitsmaßnahmen in der Anstalt. Erst als sie einwilligt, verlässt er die Anstalt in der Hoffnung, nicht mehr an diesen Ort zurückkehren zu müssen. Darauf folgt die Begegnung des Patienten Johann Wilhelm Möbius, der behauptet sein physikalisches Wissen von König Salomo zu beziehen, mit seiner ehemaligen Frau, deren neuem Mann Missionar Rose und seinen drei Söhnen. Seine Familie will sich von Möbius verabschieden, da sie auf die Marianen wollen. Möbius kann die geheuchelte Zuwendung seiner Familie nicht ertragen und reagiert mit einem Zornausbruch, wie ein Verrückter. Er zitiert einen Psalm Salomos und jagt alle davon. Nur Krankenschwester Monika bleibt mit ihm zurück. Sie behauptet zu wissen, dass er nicht verrückt sei. Möbius gesteht, sich nur verstellt zu haben, um so seiner Familie den Abschied zu erleichtern. Am Ende des ersten Aktes erwürgt auch Möbius seine Krankenschwester, nachdem sie ihm ihre Liebe zu ihm gesteht. Am Beginn des 2. Aktes ist wieder Kriminalinspektor Voss, der auch diesen Fall untersucht, anwesend. Frl. Doktor von Zahnd ist verzweifelt, da sie um ihren medizinischen Ruf bangt. Da erscheint Möbius, der behauptet König Salomo habe ihm den Befehl erteilt, seine geliebte Schwester Monika zu töten. Der Inspektor kann Möbius aufgrund seiner offiziellen Krankheit nicht verhaften, und muss daher das Irrenhaus wieder ohne Mörder verlassen. Zum Mittagessen, das ab dem Zeitpunkt von neuen, riesigen Pflegern serviert wird, treffen sich die drei "Physiker". Newton und Einstein gestehen nicht verrückt zu sein. Beide sind Beauftragte zweier konkurrierender Geheimdienste, die auf der Suche nach den Unterlagen über die neuen physikalischen Kenntnisse Möbius´ sind. Beide hatten ihre Krankenschwestern töten müssen, da sie ihre Tarnung durchschaut hatten. Möbius selbst hingegen hatte sich nur in diese Anstalt zurückgezogen, da er die Gefahr seiner Entdeckung für die Menschheit erkannt hatte. Um kein Risiko einzugehen hat er jedoch die Manuskripte, die er im Irrenhaus aufbewahrt hatte, schon verbrannt. Möbius überzeugt die anderen beiden Physiker , in der Anstalt zu bleiben. Wenn sie gestehen würden, nicht verrückt zu sein, würden sie nach den Morden vor ein Gericht gestellt werden. Was sie alle drei nicht wissen ist, dass Frl. Doktor von Zahnd sie schon viel früher durchschaut hat. Jetzt hält sie die drei Physiker in ihrer Anstalt, die mittlerweile zu einem "Gefängnis" umgebaut worden ist, fest. Sie will Möbius´ Aufzeichnungen, die sie photokopiert hat, bevor Möbius sie verbrennen konnte, verwirklichen. Sie ist die einzig wirklich Verrückte doch sie hält schlußendlich die Macht in ihren Händen.

3. Interpretation und persönliche Stellungnahme Die Aussage des Stücks ist ziemlich eindeutig. Es geht um die Verantwortung der Wissenschaftler gegenüber der Menschheit. Ein einzelner Mensch kann die Welt nicht verändern, nur wenn alle zu denken und richtig zu handeln beginnen, kann sich einiges verändern, denn trotz der Aufopferung Möbius´("Wir müssen unser Wissen zurücknehmen... Entweder bleiben wir im Irrenhaus oder die Welt wird eines")kann er nicht verhindern, dass seine Formel in die falschen Hände gerät. Macht spielt in der heutigen Gesellschaft eine sehr wichtige Rolle und viele Menschen wollen diese Macht mit allen Mitteln, ohne an die Folgen ihres Tuns zu denken. Ich glaube, dass sich einige Leser beziehungsweise Seher dieses Stückes ihrer fehlerhaften Handlungsweise bewusst werden, aber dennoch denke ich nicht, dass sich in dieser Hinsicht so bald etwas ändern wird. Das Stück selber hat mir gut gefallen, und ich bin der Meinung, dass es eine sehr kluge Idee ist, sich auf diese Art mit dem Thema auseinanderzusetzen.

11 – Ödön von Horvath: Jugend ohne Gott Autor: Er wurde am 9. Dezember als Sohn eines ungarischen Diplomaten im damals ungarischen Fiume (heutiges Rijeka, Kroatien) geboten. Hórvath besuchte Schulen in Wien, Budapest und München, wo er auch sein Germanistik- Studium absolvierte. 1924 zeigte er in seinen frühen Theaterstücken wie „Revolte auf Cote 3018“ seine Hinwendung zur Volkskultur und politischen Geschichte Deutschlands. Auch wies er, hervorgerufen durch das zunehmende Erstarken der NSDAP und dem damit verbundenen Rechtsruck in Deutschland, in seinen Stücken auf die Gefahren des Faschismus hin. 1930 veröffentlichte er den Roman „der ewige Spießer“, ein Jahr darauf wurden seine bedeutendsten Theaterstücke „Geschichten aus dem Wienerwald“ und „Italienische Nacht“ uraufgeführt. Für „Geschichten aus dem Wienerwald“ erhält Hórvath im selben Jahr den Kleist- Preis. 1933 zieht er nach der Machtübernahme der Nazis nach Wien und schreibt auch weiter Romane sowie Theaterstücke. 1937 veröffentlicht er „Jugend ohne Gott“ in Amsterdam. Im darauf- folgenden Jahr übersiedelt er nach dem Anschluss österreichs nach Paris, den Roman „Ein Kind unserer Zeit“ veröffentlicht er in Amsterdam und New York. Am 1. Juni wird Hórvath am Champs- Elysses während eines Gewitters von einem Ast erschlagen.

Personen: Der Lehrer: Aus seiner Sicht ist das Werk geschrieben. Nazi- Gegner, der sich aber unterwirft N: überzeugter Verfechter des Faschismus, verfolgt ihn ohne Nachzudenken. Julius Caesar: Früherer Lehrer, Ansprechpartner für den Lehrer Der Pfarrer: Ebenfalls Gesprächspartner, liefert viele Denkanstösse Z: Nachdenklicher Junge, schreibt Tagebuch Eva: Freundin von Z, kommt aus armen Verhältnissen

Inhalt: Zu Beginn des Buches wird der Schulalltag, in welchem der Lehrer immer wieder auf junge, manipulierte Meinungen trifft, anhand der Erzählung von der Korrektur einer Hausübung mit dem Titel „wozu brauchen wir Kolonien“ dargestellt. Der Schüler Z schimpft über Neger, als der Lehrer deswegen mit ihm spricht wird er zum Direktor vorgeladen. Früh erkennt er, dass die Leute sich lieber unterwerfen als anzukämpfen, wie im Falle des Direktors, der nur tut was man ihm sagt und auf die Pension wartet. Der in seinen Augen sympathischste Schüler W stirbt, was ihn bedrückt. Später fährt er mit der Klasse auf eine vorgeschriebene Feldwoche, in der zahlreiche Beispiele den Lehrer immer mehr zum Nachdenken und Verzweifeln bringen. Als sich ein Schüler beschwert das Z und N sich immerzu zanken, weil Z ein Tagebuch schreibt während N schlafen will, befasst er sich mit diesem. Nachdem er nach dessen Tagebuch fragt, wird der Lehrer neugierig und beschließt es zu lesen. Weil er das Schloss des Kätchens in dem es sich befindet nicht mehr schließen kann, verdächtigt der Z den N es gelesen zu haben. Am vorletzten Tag erzählt Z dem Lehrer das N ihm ein Geständnis abgelegt hätte, doch ist dieser unauffindbar. Am letzten tag wurde N in einem Graben mit einer klaffenden Wunde am Kopf aufgefunden. Ein Gerichtsverfahren beginnt, Z gesteht die Tat vor dem Staatsanwalt. Doch auch wenn viele Dinge auf ihn als Täter hinweisen wird seine Schuld bezweifelt und der Fall nicht ad acta gelegt. Der Lehrer beschließt vor Gericht auszusagen das er das Kästchen mit dem Tagebuch aufgebrochen hätte. Eva sagt vor Gericht aus, was wirklich geschehen war; ein fremder Junge hatte N erschlagen, Z hatte gelogen um sie zu decken weil er meinte sie wäre die Schuldige. Doch hat der Lehrer den Täter gefunden, nämlich T. Was ihm fehlte, war ein Motiv und einen Weg ihn zu schnappen. Doch als B zum Lehrer kam um ihn zu berichten das T es war, der den Kompass dort verloren hatte, wird ihm vieles klar. B erzählte auch von der Wießbegierde T’s und das er einmal gesagt hätte es würde ihn interessieren wie es aussehe wenn ein Mensch stirbt. Der T hatte eine Liaison mit einer Courtisane, der Lehrer beginnt sich mehr und mehr mit ihm zu befassen, redet mit ihm über den Fall und beginnt dabei ihn zu hassen. Doch als er ihn schnappen will, hat er sich bereits ermordet. 12 – Frank Wedekind: Frühlingserwachen Frank Wedekind wurde am 24.07.1864 als Sohn eines vielgereisten Arztes aus Sachsen und einer ehemaligen Schauspielerin des Deutschen Theaters in San Francisco in Hannover geboren und auf den Namen Benjamin Franklin Wedekind getauft. Er wuchs im Kreis seiner Familie auf einem Schloß im schweizerischen Lenzburg auf, besuchte dort zuerst die Bezirksschule und anschließend das kantonale Gymnasium in Aarau, wo er 1883 sein Abitur machte. Das Rechtswissenschaftsstudium brach er nach dem Tod seines Vaters endgültig ab , da er sich somit als finanziell genug abgesichert sah, um als freier Schriftsteller zu leben. Im Alter von 26 Jahren stellte er „Frühlings Erwachen“ 1891 fertig, das war sechs Jahre nachdem sich sein Lenzburger Mitschüler Moritz Dürr erschossen hatte. Weitere Werke von ihm sind unter anderem „Der Erdgeist“ und „Der Kammersänger“. Schließlich verstarb er am 09.03. 1918 in dem Haus, in dem er „Frühlings Erwachen“ geschrieben hatte.

Personen Vermummter Herr: obwohl er nur in der letzten Szene auftritt, ist ihm das Stück gewidmet, deshalb wohl oft als interessanteste Person bezeichnet. Vermummung weil Leben keine Individualität hat. Moritz: will Erwartungen seiner Eltern genügen, erstickt aber an der herrschenden Moral. und begeht am Schluß Selbstmord. Melchior: bester Freund von Moritz von seiner Mutter alleingelassen Frau Gabor: Melchiors Mutter, gibt sich aufgeschlossen mütterliche Freundin für Moritz vesteckt sich aber hinter einem höflichen Brief, als sie von Moritz vor dessen Selbstmord um Hilfe gebeten wird. Wendla: will einerseits nicht erwachsen werden, andererseits löchert sie ihr Mutter mit Fragen über das Kinderkriegen. Frau Bergmann: Wendlas Mutter, konservativ und in ihrer Wertewelt gefangen Wendla gegenüber hilflos. Sie lebt mit einer Mischung aus Angst und Frömmigkeit

Das Kinderdrama „Frühlings Erwachen“ spielt um 1890 in einem Ort im deutschen Sprachraum auf einer Zeitebene und handelt von den Pubertätsnöten einer in Schule und Elternhaus verständnislos behandelten Jugend. Thema ist der Egoismus als Triebfeder der Nächsten-, Freundes- und der Geschlechtsliebe und der daraus abgeleitete Atheismus.

Das Schicksal des Melchior Garbor, eines außerordentlich guten Schülers, der von seiner Mutter tolerant erzogen wird, verstrickt sich unglücklich mit dem der gleichaltrigen, vierzehnjährigen Wendla Bergmann und dem seines ungleichen Freundes Moritz Stiefel. Realistisch denkend, will Melchior den ängstlichen Moritz von quälenden Grübeleien und sexuellen Zwangsvorstellungen befreien, indem er ihm eine selbstverfaßte Aufklärungsschrift zusteckt. Moritz aber verwirrt diese Lektüre so sehr, daß er sich, ohnehin schon gefährdet in seiner Versetzung, nur mehr schwer auf das Lernen konzentrieren kann und nicht in die nächste Klasse aufsteigen darf. Verzweifelt denkt er an Flucht nach Amerika, um deren Finanzierung er Melchiors Mutter bittet. Doch diese schlägt ihm seinen Wunsch ab, und er nimmt sich schließlich das Leben. Unterdessen haben sich die Wege Wendlas und Melchiors gekreuzt: Das Mädchen hat den Jungen verwirrt und erregt, weil sie ihn aufforderte, daß er sie schlage, was er auch macht. Bei ihrer nächsten Begegnung verführen die beiden einander, noch völlig unwissend, welche folgen ihr Akt haben wird. Nämlich die, daß Wendla auf Grund eines versuchten Schwangerschaftsabbruches, lange im Glauben, sie leide an der Bleichsucht, stirbt. Nach dem Selbstmord des Moritz findet dessen Vater die ihm von Melchior zugesteckte Lektüre. Dafür muß er sich vor den durch Namen wie Affenschmalz, Fliegentod, ... karikatierten Professoren verantworten, weil jene glauben, Moritz Stiefel habe sich des 20 Seiten langes „Werkes“ Melchiors umgebracht. Melchior wird von der Schule ausgeschlossen und von seinen hilflosen Eltern in eine Korrektionsanstalt gesteckt. Als er dort ausbricht und auf dem Heimweg am Friedhof Wendla Bergmanns Grab vorfindet, gibt er sich die Schuld an ihrem Tod und will sein Leben beenden. Der tote Moritz mit dem Kopf unter dem Arm bestärkt ihn darin, indem er ihm die Erbärmlichkeiten des Lebens ausmalt. Sein Gegenspieler, der vermummte Mann als Symbol des unzerstörbaren Lebens, tritt Moritz’ Verführungen zum Tod heftigst entgegen und zieht Melchior von den Gräbern fort.

Ich glaube, daß Frank Wedekind mit „Frühlings Erwachen“ die möglichen Schäden durch schamhafte und bornierte Erziehung und somit die Unterdrückung des Wissesdurstes über das Leben der damaligen pubertierenden Kinder darstellen wollte und durch dieses, von der Zensur verfolgtes Drama ein Tabu brechen wollte - für eine zwanglosere nächste Generation.

13 - Literatur nach 1945

Nachkriegsliteratur 1945-1949

Die Alliierten streben nach Kriegsende die politische Umerziehung („reeducation“) der Deutschen an; es werden bei den Nürnberger-Kriegsverbrecher-Prozessen führende Nationalsozialisten verurteilt. Da Westdeutschland im „Kalten Krieg“ als wichtiger Vorposten gegen den kommunistischen Block gebraucht wird, enden diese Bestrebungen relativ bald. Aus diesem Grund fördern die USA den wirtschaftlichen Wiederaufbau Westdeutschlands („Marshallplan“: Kredite), auch auf Reparationen wird verzichtet. Der Wiederaufbau gelingt auch: 1950 erreicht die industrielle Produktion in der BRD den Vorkriegsstand, 1960 ist sie schon doppelt so hoch. Das deutsche „Wirtschaftswunder“ beginnt. Die Spaltung Deutschlands in BRD und DDR wird mit der Währungsreform im Westen (1948) und die Gründung der BRD und der DDR (1949) perfekt. Die „Entnazifizierung“ wird nach anfänglichem Elan bald nur mehr halbherzig betrieben, viele ehemalige Nationalsozialisten bleiben ungestraft. Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit wird verdrängt, findet in der öffentlichen Diskussion – außer in Intellektuellenkreisen – nicht statt. Bis Mai 1949 kann nicht einfach publiziert und veranstaltet werden: Die Alliierten vergeben Lizenzen für Zeitungen, Zeitschriften und Bücher bzw. für kulturelle Ereignisse (Theater, Konzerte ), sie zensieren auch.

1945/1946: Eine „Stunde Null“ für die deutsche Literatur?

Das Jahr 1945 stellt nicht – wie immer wieder behauptet wird – einen radikalen Neubeginn in der Literatur dar, denn viele Autoren bzw. ihre Strömungen und ästhetischen Positionen prägen das Bild der Literatur, die bereits in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus Einfluss hatten. Die meisten dieser Autoren (z.B. Agnes Miegel, Hans Grimm) publizieren bald nach 1945 wieder so, als ob nichts g




Ruley

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#2 10 years ago

...




Lord Wiener VIP Member

Piercing the veil.

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#3 10 years ago

What do you need it for? History class or German class?


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Junk angel

Huh, sound?

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#4 10 years ago

german. Abitur :~




Badha1rday

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#5 10 years ago

I'm going to learn German next year.




Lord Wiener VIP Member

Piercing the veil.

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#6 10 years ago

Falls du Hilfe brauchst, sag mir Bescheid ;)


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Junk angel

Huh, sound?

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#7 10 years ago

Eh, ich muss das hier bis mittwoch lernen :~

Aber, BHD, du kannst uns wahrscheinlich alle fragen.




Makrin

Dude, fireflies!

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#8 10 years ago

:Puzzled:




Karst

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#9 10 years ago

Ziemlich anstrengend, ich blicke nur ungern auf meine Matura 2006 zurück, auch wenn ich sie letztlich geschafft hab.




Captain Fist

DEUS LO VULT

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#10 10 years ago

Lestada.




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